Silke Fiedler

 

Supervision

 

 

Was ist Supervision?

Supervision sollte als eine Sonderform von Beratung für den beruflichen Bereich verstanden werden. Durch eine Reflexion der beruflichen Arbeit können die Ratsuchenden neue Perspektiven gewinnen und ihr persönliches Handlungswissen für die eigene Praxis weiter entwickeln. Supervision verfolgt als Ziel die Förderung der beruflichen Handlungssicherheit, die Stärkung des professionellen Selbstverständnisses und die Erweiterung der Selbstbestimmung im Berufsalltag. Es geht vornehmlich um Reflexions- und Klärungsprozesse. Damit ist in aller Regel ein erheblicher psychohygienischer Effekt verbunden. Wer sich in seinem Berufsalltag als wirksam(er) erlebt, kann verständlicherweise eine größere Zufriedenheit entwickeln, die sich ihrerseits wiederum auf andere Bereiche förderlich auswirken kann. Ebenfalls ist durch Supervision eine Verbesserung der kollegialen Zusammenarbeit zu erwarten. Dies gilt insbesondere, wenn mehrere oder gar alle Kolleginnen gemeinsam an einer (Team- ) Supervision teilnehmen.

(vgl. Jürgen SCHLEE, 2012, Kollegiale Beratung und Supervision für pädagogische Berufe, Kohlhammer, Stuttgart)

 

Systemische Supervision

Systemische Supervision bezieht sich immer auf den Kontext, in denen die reflektierte Praxis stattfindet.

Es werden die Interaktionen zwischen den organisationalen Kontexten und ihrer Klientel einbezogen, als auch strukturelle, hierarchische und fachliche Dimensionen der Kooperation innerhalb der jeweiligen Einrichtungen.

Unterschiedliche Wirklichkeitskonstruktionen können zu Missverständnissen oder Konflikten führen.

Systemische Supervision sollte Möglichkeiten schaffen Ärger, Unlust und die eigenen Befindlichkeiten zum Ausdruck zu bringen, auch wenn dies zunächst in einer unreflektierten Form geschieht. Das An- und Aussprechen von Frust und Unlust allein können mitunter Distanz und damit einen freieren Zugang zu Klienten (z.B. Jugendlichen, Kindern etc.) herstellen.

Systemische Supervision soll dazu dienen die Arbeitsfähigkeit von Menschen im sozialen Berufsfeld zu erhalten und zu erweitern. Im gelingenden Fall kann sie zur Wiederherstellung einer konstruktiven Atmosphäre im Team, Kreativität und guter Stimmung beitragen.

 

Inhalte systemischer Supervision

Die eigene Biografie und Herkunft, Beziehungsmuster und Erfahrungen, Landkarten und Glaubenssätzen können die interpersonelle Dynamik in Teams und Beratungsprozessen beeinflussen.

Auch aktuelle politische, gesellschaftliche und soziale Ereignisse können durchaus relevant für die eigene berufliche Situation sein.

In der systemischen Supervision kann die Frage des Vorteils und Nutzens für das Verhalten aller am System beteiligten Personen gestellt werden.

Die systemische Haltung einer grundsätzlichen Wertschätzung der besonderen persönlichen Anforderungen im Umgang mit schwierigen Situationen ist dabei grundlegend.

Ziel von systemischer Supervision ist die Verbesserung der eigenen professionellen Kompetenz.

 

Fallsupervision

In der Fallsupervision werden Fragestellungen aus der direkten beruflichen Praxis in den Mittelpunkt gestellt.

Fallsupervision kann im Team- oder Einzelsetting stattfinden.

 

Teamsupervision

Teamsupervision findet im Rahmen der Organisation statt und beinhaltet die Beratung und Begleitung von Teams, Projekt- und Arbeitsgruppen, die an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten.

Es werden Dynamiken innerhalb des Teams, in der beruflichen Interaktion unter Betrachtung der institutionellen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen sowie der gesellschaftlichen Bedingungen betrachtet.

Oft beeinflussen sich aus systemischer Perspektive betrachtet Teamdynamik und Fallkonstellation wechselseitig.

(vgl. Tom LEVOLD, Michael WIRSCHING (Hrsg.), 2014, Systemischen Therapie und Beratung - das große Lehrbuch, Carl-Auer Verlag, Heidelberg)

 

Meine beruflicher Hintergrund

Seit November 2016 befinde ich mich in der Weiterbildung zur systemischen Supervisorin am Systemischen Institut in Tübingen.

Während meiner Arbeit als Diplom Sozialpädagogin am Kaufmännischen Schulzentrum in Böblingen habe ich vielfältige Erfahrungen als Supervisandin im Kontext von Fall- und Teamsupervision sammeln können.

Als systemische Therapeutin nehme ich regelmäßig an Fallsupervisionen und Intervisionen (eine Form der kollegialen Beratung) teil.

Durch meine Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe, im schulischen und therapeutischen Kontext kann ich hier auf Fachwissen zurückgreifen, welches vor allem für Fallsupervisionen sehr hilfreich sein kann.

 

Honorarsatz

Während meiner Ausbildung (November 2016 – November 2018) liegt mein Honorarsatz bei 50,00 Euro/Stunde.